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Lieber eine falsche Weltsicht als gar keine Flügel!

25. Februar bis 23. März 2012
Der Schriftsteller Ulrich Holbein erhält im Jahr 2012 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, vergeben von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel. Zum vielseitigen Werk des Preisträgers gehört auch sein bildnerisches Schaffen. Ulrich Holbein hat aus Anlass der Preisverleihung einen Zyklus emblematischer Fotocollagen zusammengestellt. Der Künstler imaginiert hier als Selbstporträt eines heiligen Narren mit „Seufzern, Statements und Appellen“ einen Lebensfilm, wie er sich im geistigen Zwischenzustand seiner grotesk-komischen Existenzen abspielen mag. Eine Veranstaltung der Stiftung Brückner-Kühner in Kooperation mit dem Kunsttempel.

Ulrich Holbein
wurde durch seine Kolumnen in der ZEIT, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung sowie in der Zeitschrift konkret bekannt. Er ist Autor von mindestens 950 Publikationen, davon 24 in Buchform, nebenher sind unzählige Fotomontagen entstanden. Seine Leser lässt er an seiner geradezu beängstigenden Belesenheit teilhaben, die sich auch in radikalen Formen niederschlägt, wie dem komplett aus Zitaten montierten Roman Isis entschleiert (2000). Ein Kaleidoskop grotesk-komischer Miniaturen bietet der Kurzprosaband Januskopfweh. Glossen, Quickes und Grotesken (2003). Sein Narratorium (2008) stellt eine höchst subjektive Art enzyklopädischer Erzählkunst dar, in der auf über tausend Seiten skurrile Figuren aus der Kulturgeschichte der Menschheit porträtiert werden. Hierfür wurde Holbein 2009 mit dem Ben-Witter-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein Buch Bitte umblättern (2010), das in immer wieder neuen Ansätzen eine poetische und menschliche Elementarfrage umspielt: „wie anfangen?“.

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„Wesentliche Bedürfnisse“

„Wesentliche Bedürfnisse“

Samstag, 16.11.2024, 19Uhr
Res Sigusch liest im Kunsttempel aus ihrem neu erschienenen Roman „Wesentliche Bedürfnisse“