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KLANG_KLIMA

Eine »KlangLand«-Ausstellung mit Till Mertens, Gregor Hildebrandt, Udo P. Leis,
Adrian Palka, Stefan Riebel, Karl Heinz Jeron, Erwin Stache, Milan Stein, Wolfram DER Spyra und Milen Till

Eine Ausstellung im Kunsttempel vom 26.6. bis 2.7.2020

Ausstellungseröffnung: Do., 25. Juni / Gleitzeit von 16.00 bis 21.30 Uhr

Öffnungszeiten: täglich / 16 bis 20 Uhr / Montag geschlossen

Aufgrund der aktuellen Lage kann die Ausstellung auf jeder der beiden Etagen von jeweils nur zwei Personen gleichzeitig besucht werden. Die Besucher:innen sind herzlich gebeten, ein wenig Wartezeit einzuplanen.

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Zur Ausstellung:

In der seit 2007 im Kunsttempel bestehenden Klangkunstreihe „KlangLand“ zeigt Wolfram DER Spyra in der Ausstellung „KLANG_KLIMA“ aktuelle Arbeiten von zehn Künstlern. Die Installationen und Objekte thematisieren, wie Klang und Klima miteinander verbunden sind. Sie machen das Angebot, über das eigene Klangbewusstsein die Aufmerksamkeit für eigene und planetare Ressourcen zu vertiefen.

Klima hat viel mit Klang zu tun, nicht nur im Zusammenklang der beiden Wörter, sondern vor allem auch, weil die Klangkunst bewusst macht, was wir durch Einwirkung von uns Menschen an Klang und Lärm hören – oder auch nicht hören. Zeitweilig ließ uns während der aktuellen Corona-Krise vorübergehend die plötzliche Abwesenheit von Lärm wieder ganz anderes hören. Die meisten aller auf Erden hörbaren Geräusche werden ohnehin durch menschliches Tun erzeugt, so wie auch das Klima sich parallel dazu als Folge dieses Handelns verändert. Die diesjährige KlangLand-Ausstellung möchte vermitteln, dass ein verändertes und aufmerksameres Klangbewusstsein ein Ausgangspunkt dafür sein kann, zukünftig auch achtsamer mit den eigenen Ressourcen und denen des Planeten Erde umzugehen.

Drei Beispiele aus der Ausstellung: Ein zentrales Stück ist das „Solar Piano“ des Kasseler Künstlers Till Mertens. Bereits 1992 im Rahmen der documenta entstanden, wird diese Installation nun, wie inzwischen auch das Klima, völlig verändert erstehen, als ein ‚Intonarumori‘, ein Lärminstrument mit Hunderten zufällig erzeugter Samples, Linsen, Tischtennisbällen, Staub, Computer. Der Komponist und Klangkünstler Erwin Stache zeigt seine Installation „Artensterben“: ein Klang- und Geräuschfeld aus einer Unzahl von Radio- und Fernsehröhren aus den 1930er bis 60er Jahren. Die klingenden Gießkannen in der Installation von Udo P. Leis thematisieren das „zu viel und zu wenig“ von Wasser auf der Erde infolge des Klimawandels. 

„KLANG_KLIMA“ ist eine Ausstellung in der Reihe „KlangLand“, die Wolfram DER Spyra seit 2007 im Kasseler Kunsttempel kuratiert. Spyra, 1964 in Eschwege geboren, lebt in Berlin und Frankfurt/Oder. Seit Beendigung seines Studiums bei Prof. Harry Kramer an der Kasseler Kunsthochschule ist er gleichermaßen als bildender Künstler, Komponist, aufführender Musiker und Erfinder innovativer klangerzeugender und -verfremdender Objekte tätig. Bereits im Rahmenprogramm der documenta IX und X organisierte er Klangkunst-Ausstellungen.

 

Ausstellungsvideo