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Josua Reichert

18. November bis 30. Dezember 2016

„Unzeitgemäß“ – dieser Titel umspannt eine Folge von drei Einzelausstellungen, die mit Zeichnungen von Rüdiger Barharn ihren Anfang nahmen. Darauf folgen Präsentationen mit poetischer Typografie von Josua Reichert sowie Druckgrafik von Thomas Ranft.
Für die drei Ausstellungen im spannungsreichen Raum zwischen Zeichnung und Schrift ist der Begriff „unzeitgemäß“ zugleich Behauptung und Frage. Dabei sind die Künstler keineswegs selbst aufgerufen, sich dazu zu positionieren. Vielmehr sind die damit verknüpften gesellschaftlichen Vorstellungen angesprochen, mit denen das künstlerische Feld in „zeitgemäß“ bzw. „unzeitgemäß“ geordnet und gewichtet wird. Aber was ist eigentlich zeitgemäß? Was unzeitgemäß? Was ist zeitlos, was wird wie zum­­ Klassiker und überdauert so die Moden und wandelnden Stilbildungen, die in immer schnelleren Folgen unser Jetzt und Hier als einzigartig und neu bestimmen sollen? Josua Reichert wurde 1937 in Stuttgart geboren und lebt in Rosenheim. Er ist Schüler von HAP Grieshaber und gilt auf dem Gebiet der künstlerischen Typografie als einer der wichtigsten zeitgenössischen europäischen Künstler. Das Gesamtwerk Reicherts, der 1968 an der documenta 4 teilnahm, umfasst die Werkgruppen „Stempeldrucke“, „Poesia Typographica“, „Collagen“, „Einblattdrucke“, den „Haidholzener Psalter“ (über einhundert verschiedene Drucke von rund dreißig Psalmen), „Plakate“ (seit 1960 entstanden rund 160 Künstlerplakate), „Handdrucke“ (Reibedrucke mit dem Löffel, die wie gemalt erscheinen), „Schrift-Bilder“ sowie „Mappenwerke, Codices, Bücher und Faltbogen“. Mit seinen kraftvollen, farbigen Drucken spannt er einen weiten Bogen über die Schriftkulturen, Weltliteraturen und Jahrhunderte. Sein kulturübergreifender Textkanon reicht von der Antike bis in die Gegenwart.

Josua Reichert wurde 1937 in Stuttgart geboren und lebt in Rosenheim. Er ist Schüler von HAP Grieshaber und gilt auf dem Gebiet der künstlerischen Typografie als einer der wichtigsten zeitgenössischen europäischen Künstler. Das Gesamtwerk Reicherts, der 1968 an der documenta 4 teilnahm, umfasst die Werkgruppen „Stempeldrucke“, „Poesia Typographica“, „Collagen“, „Einblattdrucke“, den „Haidholzener Psalter“ (über einhundert verschiedene Drucke von rund dreißig Psalmen), „Plakate“ (seit 1960 entstanden rund 160 Künstlerplakate), „Handdrucke“ (Reibedrucke mit dem Löffel, die wie gemalt erscheinen), „Schrift-Bilder“ sowie „Mappenwerke, Codices, Bücher und Faltbogen“. Mit seinen kraftvollen, farbigen Drucken spannt er einen weiten Bogen über die Schriftkulturen, Weltliteraturen und Jahrhunderte. Sein kulturübergreifender Textkanon reicht von der Antike bis in die Gegenwart.

Kuratorin: Tanja Wetzel

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