Freitag, 19.06.2026 / 19:30 Uhr
Autorenlesung, Moderation Dr. Bernd Maubach.
(die Plätze sind begrenzt, eine Reservierung ist nicht möglich)
20:30 – 21:30 Uhr
Büchertisch und Signierstunde mit dem Autor
Der vielfach ausgezeichnete Autor liest aus seinem neuen Buch „Wer hat uns je geliebt“ – eine aberwitzige Geschichte über die Grenze zwischen Realität und Wahn im Berlin der Gegenwart.
„Treibt da ein Gott sein magisches Spiel in der hyperventilierenden Berliner Gegenwart?
Mitten im Backgammon-Spiel stirbt in einer Berliner Kneipe ein Mann auf unerklärliche Weise. Die Sache wird dennoch schnell zu den Akten gelegt. Kommissarin Lucia Lill beschließt, weiter zu ermitteln. Ihr vielversprechendster Zeuge ist ein alter Mann namens Enki – seinen Nachnamen nennt er nicht. Er wirkt kauzig, doch hilfsbereit. Rätselhafte Dinge geschehen, von denen auch Yvonne Gispritz, die als Poison Ivy berüchtigte Boulevardjournalistin, Wind bekommt. Lucia ist bald mit den Nerven am Ende. Droht sie, verrückt zu werden, oder wird die Begegnung mit Enki zu einer der besonderen Art?“ (© Berlin Verlag)
In seinem Roman Wer hat uns je geliebt? führt Helmut Krausser seine Figuren an die Grenze zwischen Realität und Wahn, zwischen kriminalistischer Gewissheit und metaphysischem Zweifel. Die vertraute Ordnung des Geschehens gerät dabei zunehmend ins Schwanken.
Diese Lesung findet im Rahmen der laufenden Ausstellung Wild at Heart statt. Die Werke von Gustav Sonntag sind intensive, urbane und überwiegend großformatige Bilder. Sie thematisieren Leidenschaft und Absturz, Hoffnung und Obsession sowie die Ambivalenzen urbaner Lebenswelten. Wie Kraussers Roman verzichten auch sie auf eindeutige Antworten und eröffnen stattdessen Räume für die Frage, was sichtbar wird, wenn unter der Oberfläche des Alltags das Wilde, Rätselhafte und Unverfügbare hervortritt. Die Wirklichkeit erscheint dabei poröser, als es zunächst scheint.

Helmut Krausser ist Schachmeister, Komponist und Schriftsteller. Seine Romane sind grandios! Einige davon (Der große Bagarozy, Fette Welt und Einsamkeit und Sex und Mitleid) wurden verfilmt. Er wurde mehrmals ausgezeichnet, unter anderem mit dem Tukan-Preis der Stadt München, „Hörspiel des Jahres“ (Diptychon), Deutsche Akademie Rom Villa Massimo Stipendium und „Prix Italia“. Für den Deutschen Filmpreis wurde er in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ nominiert.
Mit freundlicher Unterstützung: Kulturamt der Stadt Kassel