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Annika Boll & Frauke Rohenkohl
Relationship between the inefficient earth and its efficient workforce

Artists-in-Residence im Kunsttempel
29.06. — 30.07.2026

Artist talk
05.07.26 / 16 Uhr
mit Frauke Rohenkohl, Annika Boll und Holger Jenss
Moderation Defne Kizilöz

Eröffnung
30.07.2026 / 19 Uhr
Grußwort: Kulturamtsleiter Martin Bach
Einführung: Svenja Schmidt

Dauer
31.07. — 23.08.2026
Donnerstag — Sonntag / 16 — 19 Uhr

Führungen
02.08.26 & 23.08.26 / 16 Uhr
moderierter Rundgang mit den Künstler*innen

In diesem Jahr sind Annika Boll aus Brüssel und Frauke Rohenkohl aus Kassel zu Gast im Kunsttempel.
Die Räume des Kunsttempels stehen den Künstler*innen für einen Monat als temporäres Atelier zur Verfügung. Die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Recherche und Arbeitsphase werden am 30.07.2026 in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.
Am Sonntag 5.7.26 um 16 Uhr ist das Publikum zum Artist talk mit den beiden Künstlerinnen und dem letztjährigen Artist-in-Residence Künstler Holger Jenss in den Kunsttempel eingeladen. Das Gespräch wird von Defne Kizilöz moderiert.

Unter dem Arbeitstitel: „Relationship between the inefficient earth and its efficient workforce“ wollen die beiden Künstlerinnen die komplexen Dialektiken zwischen industriellen Systemen, natürlichen Organismen und urbanen Landschaften reflektieren und eine interdisziplinäre künstlerische Arbeit entwickeln. Ziel ist es, die verborgenen Netzwerke zwischen Natur, Industrie und Gesellschaft in multisensorischen Bild-Objekt-Arrangements und Rauminstallationen erfahrbar zu machen. Dabei verbinden sie die ästhetische Sichtbarkeit mit einer reflexiven Betrachtung der Transformationsprozesse, um eine immersive Erfahrung zu schaffen, die den Betrachter*innen eine kritische Reflexion über die verborgenen Zyklen unserer industriellen und natürlichen Welt ermöglicht.

Annika Katja Boll (geb. 1992) ist eine in Brüssel ansässige visuelle Künstlerin. Sie studierte Bildende Kunst an der Villa Arson in Nizza (DNSEP) sowie an der Kunsthochschule Kassel, nach zuvor erworbenen Studien in Anthropologie und Sozialpsychologie. Ihre Praxis umfasst 3D-Software, Animation, Installation und hybride Präsentationsformate, die sich fließend zwischen digitalen Umgebungen und physischem Raum bewegen. Mit einem ökologischen Blick untersucht ihre Arbeit, wie Natur ästhetisiert, reguliert und technologisiert wird – in Daten, Produkte, dekorative Bilder oder Kontrollsysteme transformiert wird.
Ihre Werke wurden international gezeigt, unter anderem bei der 16. Triennale Kleinplastik Fellbach, Ars Electronica (Linz), dem Next Level Festival (Dortmund sowie im Espace de l’Art Concret (Mouans-Sartoux), wo ihre Solo-Ausstellung „Highway Hypnosis“ den Prix Écho des Cimes 2025 erhielt. Zudem hielt sie Vorträge beim WAB Biennial (Brüssel) sowie auf der Biennale des Imaginaires Numériques (Marseille)

Frauke Rohenkohl (geb. 1995) ist eine Kasseler Künstlerin, die soziale, ökonomische und räumliche Strukturen aus einer analytisch-konzeptuellen Perspektive hinterfragt. Gefördert durch die Studienstiftung des deutschen Volkes, schloss sie 2021 ihr Masterstudium an der Kunsthochschule Kassel mit Auszeichnung ab und wurde Meisterschülerin bei Peggy Buth (Intermediale Fotografie) und Gabriele Goetz (Redaktionelles Gestalten). Derzeit erweitert sie ihre künstlerische Praxis im Bereich der Bildenden Kunst mit Fokus auf konzeptuelle und multidimensionale Strategien im Raum.
Gefördert durch die Hessische Kulturstiftung, erhielt sie den Birgitt-Bolsmann-Preis und den Förderpreis der CDW-Stiftung. Sie wurde für den Dokumentarfotografie-Förderpreis der Wüstenrot Stiftung sowie den C/O Berlin Talent Award nominiert.
Ihre Arbeitsweise wurde durch Residenzen, z.B. bei Ruangrupa in Jakarta, geprägt und bei Off Triennale Hamburg, in Maastricht sowie in Makassar gezeigt. Sie hält Vorträge, Workshops und Lehrveranstaltungen, etwa bei documenta fifteen („Foam History“) und in „Arbeit im Bild“ (Camera Austria, Wüstenrot Stiftung), sowie an der Hasanuddin University Makassar/Indonesien (Sekretariat der UKM).

Mit freundlicher Unterstützung von: Kulturamt der Stadt Kassel